Studentenwohnung für Fortgeschrittene

Erstsemester stehen vor einer doppelten Herausforderung bei ihrer Wohnungssuche. Sie müssen überhaupt einmal eine Wohnung finden und werden dabei ins kalte Wasser geworfen, denn oft wird es ihre erste eigene Wohnung. Sie suchen außerdem gleichzeitig mit all den anderen Erstsemestern, die ebenfalls in die Unistadt ziehen wollen oder müssen – und die Vermieter sind völlig überrannt und haben die freie Wahl zwischen all den Interessenten. Allzu oft sind Erstsemester völlig verzweifelt und stehen unter Zeitdruck, denn wenn das Semester beginnt, dann beginnt es… mit oder ohne sie. Was also tun, um rechtzeitig in der Unistadt eine Wohnmöglichkeit zu finden und auch nicht zu weit ab vom Schuss zu enden?

Außerhalb wohnen – wirklich eine Lösung?

Der eine oder andere Student nimmt sich aus Verzweiflung und Wohnungsnot eine Wohnung irgendwo abseits der Unistadt. Das kann durchaus eine Lösung sein, aber vorher sollte man gut prüfen, ob sie das wirklich ist. Manche Städte sind auch von den umliegenden Dörfern aus einfach zu erreichen, zumindest tagsüber, wenn die Vorlesungen stattfinden. Wer sich damit anfreunden kann, vielleicht eine Stunde statt zehn Minuten zur Uni zu fahren, kann sich auch außerhalb nach Wohnungen umsehen und wird häufig schneller und günstiger fündig. Studenten mit eigenem Auto können das ebenfalls in Betracht ziehen, sollten sich dann aber über die Fahrtkosten und die Parkmöglichkeiten für ihr Auto Gedanken machen. Vielleicht gibt es auch eine größere Stadt direkt in der Nähe der Unistadt, sodass man mit der Bahn fahren kann. Das ist durchs Semesterticket abgedeckt und man muss dann lediglich noch die Fahrzeit in Kauf nehmen.

WG statt Wohnung – was kommt auf mich zu?

Studentenwohnheim

Auch ein Studentenwohnheim kann eine Lösung sein - sxc.hu - mzacha

Viele Erstsemester ziehen zum Studium von zu Hause aus und wollen eigentlich gar nicht ganz alleine wohnen. Für sie kommt eine WG in Frage, da sie dann auch neue Leute aus der neuen Stadt kennen lernen und ihnen der Einstieg durch die Gesellschaft leichter fällt. Auch sind WG-Zimmer gerade zum Semesterwechsel häufig flexibel frei – und man könnte sie auch als Übergangslösung nutzen, um in einer etwas ruhigeren Zeit eine Wohnung in der Unistadt zu finden. Da jede WG anders ist, kann man aber nie sicher vorher wissen, was wirklich auf einen zukommen wird. In jeder Gemeinschaft wird es ein Kennenlernen geben, denn es ist wichtig, dass alle Bewohner zueinander passen. Gelegentlich wird man auch mitten ins berühmt-berüchtigte WG-Casting rutschen, das man aus Film und Fernsehen kennt – aber das ist eher die Ausnahme und passiert nur in der wirklich heißen Phase der Wohnungssuche in Unistädten. Dennoch sollte man sich vorher gut überlegen, womit man in einer WG leben kann, was man an Einrichtung vielleicht mitbringen kann und wie weit man tolerant sein würde, um eine Wohnung in der Unistadt zu bekommen.

Die Suche an der Hochschule

Ob es nun das klassische schwarze Brett mit den Zetteln wird oder auch ein Online-Portal der Hochschule, hier sind oft Wohnungen für Erstsemester versteckt, die sonst nirgends zu finden sind. Selbst, wenn es nur die Übergangslösung wird, oft kann man hier WG-Zimmer oder kleine Wohnungen finden, die spontan frei geworden sind und die man nutzen kann. Wenn bislang alles nichts geholfen hat, kann man sich oft auch noch in echten Notsituationen bei der Hochschule direkt melden und einen Antrag beim Studentenwohnheim stellen. Auch dort hat man sozialen Anschluss und wird sich vielleicht sogar so wohl fühlen, dass man sich so schnell nicht mehr auf die stressige Wohnungssuche begibt. Und: Studentenwohnheime sind selten weit vom Campus entfernt.

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